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Im Theravada-Buddhismus Thailands wird die volle Ordination von den Mönchen (Bhikku) gleichgestellter Nonnen (Bhikkuni) immer noch von einem großen Teil der Sangha (dh der buddhistischen ‚Kirche‘) abgelehnt. Hiesige Bhikkuni wurden daher meist von einem der bestehenden ausländischen Nonnenorden, wie z.B. der taiwanesischen Linie, ordiniert. Mae Chee dagegen müssen weniger Regeln einhalten als Mönche oder Bhikkuni, sie haben daher in der Sangha einen geringeren Status - und auch in der Bevölkerung. Das schlägt sich auch in den Spenden nieder, denn die Thais erhoffen sich von Spenden an die männlichen Mönche mehr gutes Karma.
Eine Mae Chee erkennt man recht einfach an dem geschorenen Kopf (die Haare werden traditionell jeden Vollmond geschnitten) und der weißen Robe. Rechtlich gelten sie in Thailand als Laien, den die Transmissionslinie des Dharma der ordinierten Nonnen im Theravada Buddhismus ist abgebrochen bzw. hat Thailand nie erreicht. Mae Chee erhalten oft keine ausreichenden Möglichkeiten sich spirituell zu bilden, im Tempeldienst werden sie oft für niedere Arbeiten herangezogen. Obwohl Mae Chee nicht wie Mönche öffentliche Verkehrsmittel gratis benutzen dürfen ist es ihnen gleichzeitig genauso wie den Mönchen verboten zu wählen. Wie ein Mönch nicht von einer Frau berührt werden darf, darf ein Mann auch keine Mae Chee berühren.
Sie leben oft abseits der männlichen Orden in Kommunen und halten sich an acht Regeln:
1. Versuchen keine Lebewesen zu töten oder ihnen Schaden zuzufügen.
2. Versuchen nichts zu nehmen, das einem nicht gegeben wird.
3. Versuchen keinen sexuellen Kontakt zu haben.
4. Versuchen die Wahrheit zu sprechen.
5. Versuchen keinen Alkohol oder andere Substanzen zu sich zu nehmen, die zu Un- achtsamkeit führen
6. Versuchen keine feste Nahrung nach 12 Uhr mittags zu sich zu nehmen. (Fruchtsäfte, Kaffee und Tee sind erlaubt)
7.Versuchen keinen Schmuck zu tragen, keine Kosmetika zu benutzen, keine Unter- haltungsveranstaltungen zu besuchen, nicht Musik zu hören, zu tanzen und zu singen.
8. Versuchen nicht auf einem hohen, weichen Bett (Matratze) zu schlafen. |