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Bali – Ein Paradies der Kreativität:

Ist es nicht überraschend, dass eine Insel von der Größe Balis eine so brilliante Entwicklung ihrer kulturellen Identität in allen Kunstformen entfalten konnte? THAIZEIT erkundet den Zauber der balinesischen Kunst und des Kunsthandwerks. – Von Maren Dannhorn, Fotos: Asian Trails Indonesia

  

Bali ist sicherlich einer der kreativsten Plätze der Welt. Der Reichtum der verschiedenen Künste wie Malerei, Bildhauerei und Kunsthandwerk ist ist unerreicht und die Insel bietet dem Sammler und Shopper eine immense Auswahl.

Zurückzuführen ist diese Vielfalt auf die hinduistische Religion, die auch heute noch jeden Aspekt des täglichen Lebens dominiert, von Hochzeiten, Geburten, Einäscherungen, über religiöse Zeremonien, bis hin zu Festen, die den Jahresrhythmus einteilen. Die Grundform dieses künstlerischen Ausdrucks sieht man täglich in den Opfergaben, die die Bevölkerung, Jung und Alt, im Tempel offeriert. Diese Gebilde, zusammengestellt aus diversen Materialien, aufgebaut zu Pyramiden, sind ein nicht wegzudenkendes Element eines jeden Rituals und jeder Prozession. Fasziniert ist man als Besucher von der Art, wie sich Balis kulturelles Erbe in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat und weiterhin ständiger Evolution ausgesetzt ist. Form und Technik, Farbmischungen und Stoffe werden ununterbrochen verändert, was zu immer weiteren Erneuerungen der Materie führt.

Wo also fängt man an, dies alles zu erkunden? Vielleicht in Ubud, dem traditionellen Zentrum der Schönen Künste, das vor allem Maler aus aller Welt seit Dekaden anzieht. Ursprünglich beschränkten sich die einheimischen Künstler hier auf religiöse Motive, auf Geschichten aus der Mythologie, Literatur und Folklore. Der Influx westlicher Maler während der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts hatte großen Einfluss auf den Stil der Balinese. Die üblichen Themen, Tempeltänzerinnen, Figuren aus den hinduistischen Epen und Szenen des dörflichen Lebens wurden zwar beibehalten, evolvierten aber in Gestalt und Form, es entstanden abstrakte Kompositionen in brillianten Farben.

 Ubud – das Zentrum der Schönen Künste

In und um Ubud sieht man Museen, Ateliers berühmter Maler und unzählige Stände, die die Straßen säumen und in denen Händler ihre Ware ausstellen. Eine weitere Art der Malerei ist die der Batik. Bali ist berühmt für die Sarongs, die in zarten Farben gerne am Strand getragen, aber auch als Kleidungsstücke, Vorhänge und Tischdekoratioen, wie Sets und Decken, angeboten werden.

Holzschnitzereien und Skulpturen aus Stein sind Künste für die die Insel weltberühmt ist. Sie sind oft in Büchern abgebildet und Innenarchitekten verwenden sie international, um Hotels und Appartments damit auszustatten. Traditionsgemäß wurden diese Objekte, Götter und Tiere der hinduistischen Mythologie, angefertigt, um Tempel und Häuser zu behüten und zu schmücken.
In den Werkstätten und Ateliers werden sie verkauft.Kombiniert werden Malerei und Schnitzerei bei der Herstellung von Masken, die Dämone, Hexen, Geister und Tiere, gut oder böse, darstellen, aus Holz oder Papiermache gearbeitet sind. Ohne sie wären balinesische Tänze undenkbar.


Von Edlem Schmuck bis zum Mitbringsel

Das wahrscheinlich bemerkenswerteste Beispiel der Evolution von Handarbeiten sieht man in der Schmuckverarbeitung. Ein wichtiges Zentrum für Gold- und Silberschmiede ist Celuk, ein Dorf, in dem Familien weiterhin die feinen Filigranarbeiten herstellen. Zeitgenössischer, balinesischer Modeschmuck, oft kombiniert mit Halbedelsteinen, ist inzwischen
auf der ganzen Welt zu finden. Andere populäre Souvenirs sind auch hier bemalte Sonnenschirme, Terrakottafiguren und Puppen der Puppenspieltheater, meistens aus dem Mahabarata Epos, mit grell bemalten Gesichtern, runden oder spitzen Nasen, was enweder auf einen guten oder bösen Charakter hinweist, die man in farbige Sarongs gekleidet
hat und die sich wunderbar als Wanddekoration anbieten. Ikad Webereien mit den traditionellen Geistermotiven eignen sich hervorragend als Bettdecken und Überwürfe für Sofas und Sessel. Sie sehen, die Liste ist endlos. Reisen auch Sie nach Bali und erkunden dieses unglaubliche Einkaufsparadies.

Anreise

Denpasar ist von Bangkok aus nach einem 4,5-stündigen Flug zu erreichen.Thai Airways und Air Asia fliegen täglich.Sie können entweder privat reservieren oder bei einer der vielen Reise Agenturen buchen.

 

Willkommen auf der „Insel der Götter“

Kulturelle Höhepunkte und Naturschauspiele auf Bali – THAIZEIT hat eine eintägige Inselrundfahrt unternommen. – Von Katarina Trost

Hohe Wellen, palmengesäumte Strände und türkisblaues Meer: Willkommen auf Bali. Das Paradies auf Erden, wie die Balinesen ihre Heimat nennen, lädt nicht nur an seinen schönen Stränden zum Träumen ein. Auch kulturell hat Bali als eine der insgesamt 18.000 Inseln des weltgrößten
Archipels, Indonesien, einiges zu bieten.Mehr als 20.000 sakrale Bauten sind auf dem 5.600 Quadratmeter großen Bali zu finden, und 200 religiöse Feste werden hier Jahr für Jahr gefeiert.

Barong – traditioneller Tanz

Tanz ist eines der wichtigsten Ausdrucksmittel der Balinesen und sehr eng mit der Religion verbunden. Einer der bekanntesten Tänze ist der Barong: Die Aufführung behandelt
den immer währenden Kampf zwischen dem Fabeltier Barong und der Hexe Rangda. Die beiden verkörpern die elementaren Gegensätze des Lebens: Gut und Böse. Der Barong,
das gute mystische Wesen, hat einen drei Meter langen Rumpf, der halb Löwe, halb zotteliger Hund ist, und wird von zwei Männern getanzt. Das Kostüm soll mit magischen Kräften aufgeladen sein und wird deshalb im Dorftempel aufbewahrt. Etwas befremdlich für das westliche Auge erscheinen die Tänze mit ihren fließenden Bewegungen von Fingern, Händen, Armen, Füßen und Beinen. Manchmal tanzen sich die Darsteller sogar in einen Trance-Zustand. Dazu spielt das Gamalan-Orchester auf- und abschwellende Klänge mit Gongs, Becken, Xylophonen und Flöten. Diese anderthalb-stündige Aufführung verschafft einen guten Einblick in die Kultur Balis.

Pura Besakih – der Haupupttempel Balis

Der wichtigste und größte Tempel der Insel liegt am Rande des Gunung Agung, dem größten Massiv des ruhelosen Vulkangürtels, der sich quer über die Insel von West nach Ost erstreckt. Der „Muttertempel“ aller balinesischen Tempel liegt auf 1000 Metern und ist dem Sanghyang Widi, der höchsten Gottheit der Balinesen, geweiht. Früh am Morgen hat man die beste Sicht auf den Vulkan Gunung Agung, der von den Balinesen auch respektvoll „Großer Berg“ genannt wird und als heilig angesehen wird. Der letzte Ausbruch im Februar 1963 überraschte die Menschen bei der Vorbereitung zum wichtigsten Tempelfest, Eka Dasa Rudra.

Während der östliche Teil der Insel fast vollständig verwüstet wurde und zahlreiche obdachlose Bewohner von der übrigen Insel abschnitt, machten die Lavamassen vor den Mauern des Tempels Halt und gingen seitlich vorbei – so blieb der Tempel in seiner Pracht erhalten. Noch heute zeichnen sich breite Lavastreifen zum Meer hin ab und wenig bewachsene Schluchten, Lava- und Geröllfelder prägen das Hochland. Eka Dasa Rudra findet nur alle 100 Jahre statt. Sechs Wochen lang wird dann geopfert und jeder, der dazu in der Lage ist, pilgert zu dem Fest zum Muttertempel. Nach Befragung der Götter durfte dann 1979 das Fest wiederholt werden.

Kornkammer Indonesiens

Den kompletten Gegensatz zum kargen Hochland bietet der Dschungel, der ein Drittel der gesamten Fläche der Insel ausmacht, oder die sattgrünen Reisterrassen, die sich über die ganze Insel erstrecken. Die Ernte findet zwei- bis dreimal im Jahr statt. Da Reis das Grundnahrungsmittel auf Bali ist, wird nur für den eigenen Bedarf und nicht für den Export angebaut. Reis gilt auf Bali als Symbol des Lebens.

Land & Leute

 Besonders faszinierend an Bali sind die Menschen. Sie sind sehr freundlich, gelassen und angenehm neugierig gegenüber anderen Kulturen. Zudem sind sie sehr gläubig und ihr Alltag von hinduistischen Riten geprägt. Mehrmals täglich opfern sie Obst, Süßigkeiten
oder Reis in kleinen geflochtenen mit Blumen dekorierten Körben. Trotz der teils großen Armut auf der Insel sind die Menschen
zufrieden, dankbar und glücklich, in ihrem Paradies auf Erden zu wohnen.

INFO

Barong Täglich in Batabulan von 9 – 10.30 Uhr Jeden Freitag in Ubud, Puri Saren von 19 – 20.30 Uhr Transport Fast jeder Taxifahrer bietet private Tagestouren an. Hotels haben meist auch Kontakt zu englisch- oder sogar deutschsprachigen Fahrern. Die Kosten pro Taxi pro Tag liegen bei rund 60 US-Dollar.

 

Space – Ihr Privatreich auf Bali



Schöner kann man auf Bali nicht wohnen: Die großzügigen Privatvillen in der Nähe des Seminyak Strandes sind der perfekte Rückzugsort für einen erholsamen Urlaub. Nur sechs Villen befinden sich in der Anlage, alle mit eigenem Garten, Pool, zwei Schlafzimmern und einem großen, offenen Wohnbereich ausgestattet. Ein Butler-Service steht zur Verfügung, um in der eigenen Küche Frühstück zu bereiten oder beim abendlichen BBQ zu helfen. Insgesamt ist der Service ausgesprochen freundlich, zuvorkommend und dezent.

Die Ausstattung ist modern und bequem, die Dekoration individuell und liebevoll. Einzigartig ist das stimmungsvolle Lichtkonzept, das Garten- und Wohnbereich perfekt in Szene setzt. Der Gesamtstil mischt sich aus balinesischen und marokkanischen Einflüssen mit vielen künstlerischen Details. Viel Holz und warme Töne, ein halb offenes Reetdach, viele Sitz- und Liegemöglichkeiten, die verteilt sind über das gesamte Terrain des privaten Villengrundstücks, und alles umgeben von einer sichtschützenden Mauer, was man
schnell zu schätzen lernt. Reichlich Privatsphäre für romantische Urlaubstage!

Die Anlage ist nur wenige Minuten vom Strand entfernt und auch der Ortskern mit seinen schicken Boutiquen und Restaurants befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Berühmte Lokale wie das Ku De Ta, das La Luciola und das The Living Room warten mit ihren Verführungen quasi gleich um die Ecke. Vom Flughafen fährt man etwa 20 Minuten ins Resort. Fazit: Für einen luxuriösen, erholsamen Bali-Urlaub, um die angenehmen Seiten des Lebens zu genießen, können wir uns keinen besseren Ort vorstellen. Preise je nach Saison zwischen 350 und 650 US-Dollar pro Nacht.

INFO

Martin Klose / Rödl & Partner
Martin.klose@roedlasia.com
http://www.spaceatbali.com%20/

TOURISMUS AUF BALI

Der Tourismus macht über sechzig Prozent der balinesischen Wirtschaft aus, bringt Devisen von ca. 4,5 Milliarden US -Dollar ein und versorgt viele der 3,5 Millionen Einwohner mit Arbeit. Bis Anfang der 1960er Jahre waren die Balinesen hauptsächlich von der Landwirtschaft abhängig, bis Thai Airways International 1968 den ersten internationalen Flug, „Bangkok–Denpasar“, einweihte und dadurch die Insel als Touristenziel bekannt machte und förderte.
Während der letzten vierzig Jahre lag die Zuwachsrate jährlich bei zehn Prozent. Die Infrastruktur wurde erfolgreich gemanagt, Hotels, Restaurants und Einkaufszentren auf- und ausgebaut. Die Zukunft sah rosig aus, bis dann auch diese friedliche Insel in den Jahren 2002 und 2005 Terroranschlägen ausgesetzt war. Hunderte kamen ums Leben, darunter viele Ausländer. Die Besucherzahlen fielen um dreißig Prozent und Regierungen warnten ihre Bürger davor, Bali zu besuchen.
Werbekampagnen wie „Visit Indonesia 2009“ zusammen mit attraktiven Hotelpreisen taten das ihre, um den negativen Trend zu stoppen. Zum Ziel hatte man sich für 2009 acht Millionen Besucher gesetzt, eine Zahl, die wahrscheinlich durch die weltweite Rezession und Bedenken über eine Grippeepidemie nicht erreicht werden kann. Die Ankünfte für 2010 werden auch niedriger liegen als geplant, da besonders der asiatische Markt, wie Japan, China und Taiwan, sehr auf Sicherheit bedacht ist. Die Zukunft sieht positiv aus, aber es wird davon abhängen, ob Indonesien die radikalen Gruppen kontrollieren kann. Es wäre ungemein tragisch, wenn der allgemeine Wohlstand der Inselbewohner wiederum durch unvorhersehbare Ereignisse beeinträchtigt werden sollte.
Bali bietet dem Besucher eigentlich alles, ein angenehmes tropisches Klima, eine diverse Landschaft mit Reisterrassen und Vulkanen, Meer und Dschungel, ausgezeichnete Hotels in jeder Preiskategorie und eine Varietät von internationalen Restaurants. Dazu kommen Sportmöglichkeiten jeder Art, Shopping und Unterhaltung, vor allem aber das wahrhaft einmalige Kulturgut der Insel, das man in dieser Vielfalt auf so kleinem Raum nirgends findet.
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