Der deutsche Botschafter Dr. Hanns Schumacher hatte in die Residenz geladen, um die bedeutende deutsche Autorin und Journalistin Wibke Bruhns zu empfangen. Die beiden machten bereits vor rund 30 Jahren in Israel Bekanntschaft als Frau Bruhns Auslandskorrespondentin für den „Stern“ war und Herr Dr. Schumacher an der deutschen Botschaft in Tel Aviv arbeitete.
Schon damals keimte die Idee in der Journalistin, ein Buch über ihren Vater zu schreiben. Wibke Bruhns ist die jüngste Tochter von Hans Georg Klamroth, der aufgrund des gescheiterten Anschlags auf Hitler am 20. Juli 1944 hingerichtet wurde. Sie war damals erst sechs Jahre alt und hat keinerlei Erinnerung an ihn. Umso mehr Dokumentationsmaterial (kistenweise Briefe und Tagebücher) verschlang sie, als sie mit den Recherchen begann und so ihren Vater auf eine „andere“ Art und Weise kennenlernte. Dies sei aufgrund der Zeit und der Umstände nicht immer einfach gewesen, verrät die sympathische Dame den interessierten Gästen.
Das Buch ist eine exakt recherchierte Dokumentation der Familien- und Zeitgeschichte über drei Generationen hinweg – von der Kaiserzeit bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Geschichte einer deutschen Familie wird ergreifend, anschaulich und mutig erzählt und wurde mittlerweile in 19 Sprachen übersetzt.