Typisch Thai:








Heilige Bäume
Auffallend: vor allem auf den vom Tsunami betroffenen Inseln in der Andamanensee findet man an den Küstenstrassen zahlreiche Bäume, in denen die "guten Geister" hausen sollen. Man erkennt sie sofort an den mit grellbunten Tüchern umwickelten Stämmen. Was es damit auf sich hat, steht hier.
Die Mehrheit der Thais glauben fest an Geister und Dämonen. Wenn diese nicht gerade in einem Geisterhaus wohnen, dann leben sie - zumindest glaubt das die Mehrzahl der Bevölkerung - in bestimmten Bäumen und Pflanzen, etwa in Bananenstauden. Deshalb gibt es bestimmte Sträucher, die man im Garten oder gar im Haus nicht duldet.
Geistreicher Einfall am Buddha-Baum
Die Pappel-Feige (Ficus religiosa, auch Bhodibaum oder Buddha-Baum genannt), spielt eine ganz besondere Rolle im spirituellen Leben der Thais.
Laut einer buddhistischen Überlieferung erlebte Siddhartha Gautama unter einer Pappelfeige sitzend das „Erwachen“ (sanskrit: Bodhi, oft ungenau mit "Erleuchtung" übersetzt) und wurde damit zum Buddha ("Erwachter"). Deshalb würde ein solcher Baum niemals gefällt werden, egal ob er für einen Hausbau im Wege steht.
Stehen diese Bäume am Straßenrand oder auf einem Tempelgelände, so werden sie mit bunten Tüchern geschmückt, um die Geister zu ehren.
Mancher Riesenstamm dient auch als Deponie für zerstörte Geisterhäuser, Haustempel oder zerbrochene Buddhastatuen, die man niemals einfach auf den Müll werfen darf.
Nur so wird im thailändischen Glauben sichergestellt, dass die Geister im heiligen Baum ihre neue Bleibe finden und nicht ruhelos und rachelüstern umherstreifen. (NG)
Weitere interessante Artikel